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01.02.2011

Vitamin D hat eine direkte immunmodulatorische Wirkung auf bestimmte Immunzellen bei Menschen mit früher MS und bei gesunden Menschen

Wenig ist über die vermutlichen Wirkungen von Vitamin D auf CD8+ T-Zellen bekannt. Dabei sind diese Zellen maßgeblich an der Entstehung und Aufrechterhaltung der Multiplen Sklerose (MS) beteiligt, denn sie produzieren je nach Situation pro- oder anti-entzündliche Stoffe, genannt Zytokine. In einer immunologischen Studie von Schweizer Wissenschaftlern (Abteilung für Klinische Neurowissenschaften, Universitäres Klinikzentrum Vaudois in Lausanne, Schweiz) wurden die Zytokin-Profile bestimmer CD8+ T-Zellen von 10 Patienten mit frischer MS-Diagnose untersucht. Zum Vergleich dienten die Zellen von 10 gesunden Kontrollpersonen.

Im Labor stimulierten die Schweizer Forscher die CD8+ T-Zellen der Studienteilnehmer in Kulturen, und zwar mit der biologisch wirksamen Variante des Vitamin D, dem Calcitriol (1,25(OH)2 D3). Sie fanden heraus, dass die CD8+ T-Zellen unter Einfluss von Vitamin D vergleichsweise weniger Interferon Gamma und weniger Tumornekrosefaktor Alpha (beide sind entzündungsfördernde Zytokine) und mehr Interleukin 5 sowie Tumorwachstumsfaktor Beta (beides anti-entzündliche Zytokine) abgaben. Mit weiteren Tests fanden die Forscher heraus, dass das Vitamin D direkt auf die CD8+ T-Zellen wirken kann.

Diese Ergebnisse, so die Forscher, legen nahe, dass Vitamin D den CD8+ T-Zellen ein mehr anti-entzündliches Profil verleiht. Jedoch, auch wenn Vitamin D einen eindeutigen Effekt auf die CD8+ T-Zellen von Patienten mit MS im Anfangsstadium hat, so fällt dieser Effekt bei ihnen doch wesentlich geringer als bei gesunden Kontrollpersonen aus.

Quelle: eMed Forum MS

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