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19.12.2011

Verbesserte Mobilität bei Multipler Sklerose mit Fampridin

Weltweit gibt es etwa 2,5 Millionen an Multipler Sklerose erkrankte Menschen, bei 85% nimmt die Krankheit einen schubförmigen Verlauf. Die Symptomatik ist umfangreich und reicht von Fatigue oder kognitiven Beeinträchtigungen bis hin zu körperlichen Behinderungen. "Die Patienten definieren ihre Lebensqualität ganz besonders über die vorhandene Gehfähigkeit und Mobilität. Bislang gab es keine zugelassene Therapie zur Verbesserung der Gehfunktion", so PD Dr. Mathias Mäurer, Bad Mergentheim. Mit Fampridin steht nun erstmals eine solche Therapie zur Verfügung.

"Gehbehinderungen gehören für MS-Patienten zu den schwerwiegendsten Einschränkungen ihres Alltags und haben einschneidende Wirkung auf das Privat- und Berufsleben", so Prof. Dr. Bernd Kieseier,Düseldorf. Die Retardtablette Fampyra® (2x 10 mg/Tag) ist bei allen MS-Verlaufsformen (schubförmig oder progredient) wirksam und kann sowohl mit der Basismedikation (Interferon, Glatirameracetat, Natalizumab) kombiniert als auch monotherapeutisch zum Einsatz kommen. Fampridin ist ein selektiver Kaliumblocker, der die Leitfähigkeit für Aktionspotenziale trotz demyelinisierter Axone erhöht.

In den beiden Phase-III-Zulassungsstudien mit insgesamt 540 Patienten verbesserte sich die Gehfähigkeit bei Respondern nach etwa 2 Wochen signifikant um 25,2% bzw. 24,7% gegenüber 4,7% bzw. 7,7% in den jeweiligen Placeboarmen. Dies wurde im "Timed 25-Foot Walk" (T25FW) ermittelt. Auch das Patient-related Outcome, also die Selbsteinschätzung der Patienten, gemessen per 12-item Multiple Sclerosis Walking Scale (MSWS-12), spiegelt die positiven Veränderungen der Gehfähigkeit wider. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Schlaflosigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen.

Quelle: e-med Forum MS

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